Der Schriftsteller Karl Heinrich Waggerl lebte über
50 Jahre in Wagrain, in dem nach ihm benannten Waggerl-Haus
am Kirchboden von Wagrain.
In diesem Haus entstanden die literarischen Werke von K. H. Waggerl.
K. H. Waggerl wurde am 10.12.1897 als Sohn eines Zimmermannes in Bad Gastein
geboren.
Er wuchs in ärmlichen Verhältnissen auf und absolvierte das
Lehrerseminar in Salzburg.
Als Offizier im Ersten Weltkrieg geriet er bis 1920 in italienische Kriegsgefangenschaft.
Anschließend heiratete er Edith Pitter und trat eine Lehrerstelle in Wagrain
an.
1923 schied er wegen einer chronischen Lungenkrankheit aus dem Schuldienst aus,
worauf er mit dem Schreiben beginnt.
1930 veröffentlicht er im renommierten Insel-Verlag seinen Romanerstling "Brot".
Es folgten weitere Werke:
1931 - "Schweres Blut"
1934 - "Das Jahr des Herrn"
1935 - "Mütter" Akt von K.H. Waggerl fotografiert
Karl Heinrich Waggerl
Die Einfachheit des Erzählens in Verbindung
mit
gütigem Humor und tiefgründiger
Nachdenklichkeit waren Waggerls
schriftstellerische Eigenart.
Sein Schreiben stammt aus dem Unmittelbaren,
der sinnhaft erlebten dörflichen
Umgebung
und ihren alltäglichen Begebenheiten.
K. H. Waggerl engagierte sich auch in
öffentlichen Belangen der
Gemeinde Wagrain
(Vereinsarbeit, Entwicklung des Fremdenverkehrs sowie
dem Bürgermeisteramt 1940).
Gegen die Vereinnahmung seiner Werke durch den Nationalsozialismus hat
sich Waggerl nicht gewehrt.
Nach dem 2. Weltkrieg erlangter er Bekanntheit durch unzählige
Lesereisen durch Österreich, Deutschland und die Schweiz.
Zunehmend wendete sich Waggerl in seinem Stil den kleinen Prosaformen zu.
Von seinen Büchern werden mehr als fünf Millionen Exemplare verkauft
und in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt.
Weitere Werke von ihm sind: "Wagrainer Tagebuch"-1936, "Heiteres
Herbarium"-1950,
"Liebe Dinge"-1956, "Das ist die stillste Zeit im Jahr"-1956,
usw. ...
Am 04.11.19973 starb K. H. Waggerl bei einem Verkehrsunfall.
Eine andere Leidenschaft von K. H. Waggerl war die Fotografie. Einige seiner
Bilder (siehe Akt oben) wurden erst in den Letzten Jahren im Waggerl-Haus entdeckt
als dieses zum Museum umgebaut wurde.